«Wir sind gut abgesichert»

Der Yellow-Cup musste ein zweites Mal in Folge abgesagt werden. Der OK-Chef Marko Jazo ist für die Zukunft trotzdem zuversichtlich. Er sagt auch, warum es nicht möglich war, Deutschland oder Frankreich nach Winterthur zu holen.


Reto Pfister



Der Yellow-Cup findet erneut nicht statt. Wie gross ist der Enttäuschung?

Marko Jazo: Der Schmerz sitzt tief. Wir mussten zwar schon vor einem Jahr das Turnier absagen, diesmal waren wir jedoch sehr nahe an der Austragung. Im OK war eine Euphorie zu spüren, der Vorverkauf lief gut an. Es tut mir auch leid für die Zuschauer, die sicher gerne zu uns gekommen wären. Aber wir sind ja nicht allein im Boot, es ist eine schwierige Zeit für Events, wie sich auch am Beispiel des Spengler-Cups gezeigt hat.


Wäre das Turnier durchgeführt worden, wenn statt Portugal und Montenegro nur eine Nation abgesagt hätte?

Ja. Ein Dreiländerturnier war für uns der Plan B. Wir hätten den Spielplan angepasst und der Yellow-Cup wäre so über die Bühne gegangen.


Die Schweiz und die Ukraine wären als Mannschaften noch zur Verfügung gestanden. Kam es nicht in Frage, etwa zwei Spiele zwischen diesen beiden Nationen als Yellow-Cup austragen zu lassen?

Nein. Gegenüber den Sponsoren wäre dies nicht vertretbar gewesen. Zudem hätte eine gewisse Unsicherheit bestanden, dass gar nicht gespielt werden könnte, wenn es bei den Schweizern oder den Ukrainern auch Coronafälle gegeben hätte.


Deutschland und Frankreich kamen anfangs Woche die Testspielgegner wegen Corona ebenfalls abhanden. War es nicht möglich, eines dieser beiden Teams nach Winterthur zu holen?

Das wäre genial gewesen, wir hätten einen Yellow-Cup gehabt, der besser nicht hätte sein können, und ich hätte als OK-Präsident aufhören müssen (schmunzelt). Aber es war nicht möglich, beide Nationen haben vertragliche Verpflichtungen, dass sie eine gewisse Anzahl Spiele in ihrem Heimatland austragen müssen. Sie konnten daher nicht nach Winterthur kommen. (Stattdessen spielt die Schweiz am Freitag in Deutschland, die Red.)


Wie sehr trifft Sie die erneute Absage wirtschaftlich? Ist die Austragung des Turniers 2023 gefährdet?

Es ist sicher keine erfreuliche Angelegenheit, es gibt grosse Positionen wie die Halle oder die Hotels, die wir nun angehen müssen. Aber wir sind gut abgesichert, beispielsweise hat uns die Stadt Winterthur bereits zugesagt, uns zu unterstützen. So sollten wir keinen allzu grossen Schaden davontragen, der Yellow-Cup wird weiter bestehen.


Und in einem Jahr dann die 49. Austragung endlich stattfinden.

Das hoffen wir doch.

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