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Portugal mit Mega-Sensation, Deutschland auf der Achterbahn

Seit Dienstagabend stehen die letzten Hauptrunden-Teilnehmer der Männer-Europameisterschaft fest – die Schweizer sicherten sich mit ihrem Kantersieg gegen Montenegro das letzte Ticket. Insgesamt haben sich die Favoriten in der Vorrunde durchgesetzt, aber es gab auch eine Mega-Sensation.


Text: Björn Pazen Bilder: Kolektiffimages


Die Portugiesen tanzten durch die Halle, die Dänen schlichen mit hängenden Köpfen vom Feld: der Traum, als Gastgeber die EHF EURO 2026 mit neun Siegen aus neun Spielen zu beenden, war schon zum Vorrundenabschluss ausgeträumt. Mit einer unglaublichen Effektivität im Angriff und einer so beweglichen Abwehr, dass selbst Welthandballer Mathias Gidsel kaum Räume fand, besiegte Portugal den amtierenden Weltmeister und Olympiasieger vor 15´000 enttäuschten Fans in Herning mit 31:29.



Der Portugiese Francisco Costa ist aktueller Topscorer (29 Tore) der Euro 2026.



Somit sicherte sich der WM-Vierte des Vorjahres den Sieg in Gruppe B, nimmt 2 Punkte in die Hauptrunde mit – und Dänemark steht angesichts der folgenden Gegner schon mit dem Rücken zur Wand. In zuvor 27 Spielen in der Jyske Bank Boxen zuvor hatte Dänemark nur einmal verloren – im EM-Finale 2014 gegen Frankreich (34:41). Portugal hatte zwei Tage zuvor krachend enttäuscht, kam gegen Nordmazedonien nicht über ein 29:29 heraus – aber dann sorgten die überragenden Costa-Brüder für den dänischen K.o. Francisco Costa ist mit 29 Treffern bester Werfer der gesamten EM-Vorrunde, sein Bruder Martim traf 18 Mal.



Der Deutsche Renars Uscins nach einem Treffer gegen Spanien.


In Gruppe A – ebenfalls in Herning – stand Deutschland 48 Stunden lang vor dem ersten Vorrunden-Aus der EM-Geschichte. Dem 30:27-Auftaktsieg gegen Österreich folgte eine desaströse zweite Halbzeit gegen Serbien, die man 10:16 verlor, nach der 27:30-Niederlage war der Druck riesig. Aber dann: Erst schlägt Österreich Serbien, wodurch den Deutschen bereits ein Remis gegen Spanien im letzten Gruppenspiel gereicht hätte, aber mit «der besten Angriffsleistung seit den Olympischen Spielen», wie es Bundestrainer Alfred Gislason formulierte, war dann doch wieder alles in Butter. Dank acht Toren von Renars Uscins hiess es am Ende 34:32, die deutsche Mannschaft erreichte das Optimum: als Gruppensieger mit 2 Punkten in der Hauptrunde.



Die Franzosen mit Dika Mem treffen bereits im ersten Hauptrundenspiel am Donnerstag auf Dänemark.


Ebenfalls dieses Optimum bringt Frankreich mit in die nächste Runde: In Gruppe C in Oslo hatten die Franzosen zweimal leichtes Spiel gegen Tschechien (42:28) und die Ukraine, gegen die mit dem 46:26 sogar ein neuer EM-Torrekord aufgestellt wurde. Weil auch Norwegen diese Hürden locker übersprang, ging es im letzten Spiel der bereits für die Hauptrunde qualifizierten Mannschaften um den Gruppensieg. Und Frankreich hatte wenige Probleme mit dem Co-Gastgeber: das 38:34 hätte noch deutlicher ausfallen können.

Somit kommt es gleich am ersten Hauptrundenspieltag in Herning zum Hammerduell zwischen Europameister Frankreich und Weltmeister Dänemark – sollten die Franzosen am Donnerstag gewinnen, kann nur noch ein Wunder für den dänischen Halbfinaleinzug sorgen. Vor zwei Jahren war dieses Duell das EM-Finale, Frankreich gewann in Köln nach Verlängerung, so dass der letzte dänische EM-Titel weiter aus dem Jahr 2012 datiert. Zuvor kommt es zur Neuauflage des letztjährigen WM-Viertelfinales Deutschland – Portugal, das ebenfalls schon wegweisende Bedeutung hat.


Im zweiten Hauptrundenspielort Malmö stehen sich indes neben der Schweiz und Slowenien (zur Story) die Mannschaften aus Island, Ungarn, Schweden und Kroatien gegenüber. In beiden Gruppen standen die Hauptrundenteilnehmer ebenfalls schon vor dem letzten Spieltag fest. In Gruppe F in Kristianstad setzte sich Island mit drei Siegen durch – die Entscheidung um den Gruppensieg fiel gegen Ungarn,  und eine unglaubliche Torhüterleistung von Viktor Hallgrimsson sicherte den Wikingern den 24:23 nach einer knüppelhart geführten Partie. Italien feierte in dieser Gruppe mit 29:28 gegen Polen den ersten EM-Sieg seit 1998, als man erstmals und letztmals zuvor an einer EM teilnahm.

Noch offen ist der finale Ausgang in Gruppe E in Malmö – dort hatten Schweden und Kroatien ihre Partien gegen Georgien und die Niederlande gewonnen, das direkte Duell beider Hauptrundenteilnehmer findet erst am heutigen Abend statt. Vize-Weltmeister Kroatien hatte zum Auftakt grosse Probleme mit den Georgiern, lag phasenweise mit fünf Toren hinten, sicherte sich dann aber einen 32:29-Sieg. Schweden hingegen hatte in der ausverkauften Malmö Arena keine Probleme.


Hauptrunde Gruppe I

Frankreich, Deutschland, Portugal, Spanien, Dänemark, Norwegen




 
 
 

1 Kommentar


Kareem X
Kareem X
23. Jan.

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