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Mit dem #Publikumsrekord gute Ausgangslage schaffen

Die Frauen-Nati trifft bei den beiden WM-Playoff-Spielen erneut auf Tschechien. Am 8. April, also am Ostersamstag, spielen die Schweizerinnen zuerst in der St. Jakobshalle in Basel. Drei Tage später geht es zum Rückspiel nach Brünn. Und der SHV wirbelt für die Partie vor eigenem Anhang kräftig die Werbetrommel. Bereits sind 2'500 Tickets abgesetzt und damit ist der alte Publikumsrekord, der aus dem Jahre 2018 datiert, gebrochen. Er war anlässlich des EM-Quali-Spiel gegen Kroatien in Sursee aufgestellt worden. Jetzt soll auch noch die 3’000-Ticket-Marke überschritten werden.


Text: Ernesto Piazza Fotos: Alexander Wagner


Bisher hat es ein Frauen A-Team noch nie eine WM-Teilnahme geschafft. In Basel soll eine möglichst gute Ausgangslage für das Rückspiel, und somit für eine Qualifikation für die Titelkämpfe Ende 2023 in Dänemark, Norwegen und Schweden geschaffen werden. Mit Tschechien wartet jedoch ein grosser Brocken auf die Nati. «Es ist wohl der stärkte Gegner, den wir zugelost bekommen konnten», sagt Playmakerin Kerstin Kündig. Und die beiden Tschechien-Spiele werden schon dadurch eine zusätzlich spezielle Note erhalten, weil man sich im April 2021 im Rahmen einer WM-Qualifikation, ebenfalls bei Playoffs, bereits einmal begegnete. Damals behielten die Osteuropäerinnen das bessere Ende für sich.


Überraschende Änderungen im Kader

Wirft man einen Blick auf das Schweizer Aufgebot, gibt es doch einige überraschende Änderungen im Vergleich zu den EM-Begegnungen im vergangenen November in Slowenien. So ist Steffi Eugster (Herzogenbuchsee) nicht mehr dabei. Die Kreisläuferin hatte bereits im letzten Dezember den Rücktritt aus der Nati bekanntgegeben. Ebenfalls nicht im Aufgebot figuriert Charlotte Kähr, die bei Buxtehude aktuell einen tollen Job macht. Die Rückraumspielerin hat für den Tabellen-Sechsten der 1. Deutschen Bundesliga in der laufenden Saison 73 Tore geworfen was einen Schnitt von 4,1 Treffer pro Spiel ergibt, und ist die zweitbeste Torschützin von Buxtehude. Dass sie nicht im Aufgebot figuriert, «hat mich überrascht», sagt Charlotte Kähr auf Anfrage. Bisher ist sie für die Nati 36-mal aufgelaufen und hat 54 Tore geworfen.


Für sie hat Nati-Trainer Martin Albertsen die Akademie-Spielerin Norma Goldmann nominiert. Die 19-Jährige Rüclraumspielerin ist momentan noch beim LK Zug, der über die Auf-/Abstiegsrunde SPL1/SPL2 den Ligaerhalt schon gesichert hat, unter Vertrag. Auf die neue Spielzeit wechselt die Chamerin vom LKZ zu den Bad Wildungen Vipers in die 1. Bundesliga. Dort spielt auch Nationaltorhüterin Manuela Brütsch. Goldmann sagt: «Martin Albertsen gibt mir viel Vertrauen. Er ist überzeugt, dass ich den Schritt ins Ausland schaffen kann.»


Weiter fehlen auch Dimitra Hess (LC Brühl) und Xenia Hodel (Spono Eagles). Sie haben dem Verband und Trainer Albersen mitgeteilt, dem A-Nationalteam zumindest vorübergehend nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Anstelle von Hess ist erstmals seit längerem wieder Melanie Felber im Kader. Sie ist beim schwedischen Erstligisten Skara HF unter Vertrag und hat vor rund acht Jahren schon mal zehn Partien für das A-Nationalteam absolviert. Zudem kommen Carmen Jund, Nora Snedkerud und Claire Hartz (alle Spono Eagles) zu ihrem Debüt im A-Nationalteam.


Verletzungsbedingt muss dagegen Lisa Frey passen. Sie wird durch Celia Heinzer ersetzt. Für die LKZ-Spielerin ist es das erste Aufgebot nach ihrer Knie-Verletzung im vergangenen Jahr. Die Rückraum-Shooterin hat in bisher 16 Spielen für die Schweiz 30 Tore erzielt.


Tschechinnen mit viel Champions-Erfahrung

Die Tschechinnen werden seit vergangenem September vom Norweger Bent Dahl trainiert. Die jüngsten Testspiele haben die Osteuropäerinnen gegen Norwegen und Dänemark sowie gegen Holland zwar relativ deutlich verloren. Dennoch treffen die Schweizerinnen auf eine hohe Hürde. Das zeigt nur schon die Tatsache, dass das Team mit Spielerinnen gespickt ist, die über viel Champions-League-Erfahrung verfügen. Ein spezielles Augenmerk muss die Schweiz auf die beiden Flügelspielerinnen Veonika Malá und Jana Knedlíková richten müssen. Zudem verfügen sie mit Marketa Jeřábková über viel Rückraum-Power. Wobei Kerstin Kündig auch sagt: «Davor verstecken müssen wir uns keineswegs. Denn auch wir haben Spielerinnen, die bereits bewiesen haben, dass sie auf internationalem Niveau erfolgreich mitzuspielen können.»

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