Andy Schmid ab kommender Saison auch Kriens-Luzern Trainer
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Nationaltrainer Andy Schmid wird ab Sommer 2026 neben seiner Funktion als Nationaltrainer zusätzlich das Traineramt beim HC Kriens-Luzern übernehmen.

Andy Schmid als Nationaltrainer an der EM 2026.
Der Schweizer Rekordspieler steht seit Frühling 2024 dem Männer Nationalteam als Cheftrainer vor und hat dieses an die letzten WM- und EM-Runden geführt – zuletzt im Januar 2026, wo zum ersten Mal seit 2004 wieder die EM-Hauptrunde erreicht wurde. Wie der Zentralvorstand des Schweizerischen Handball-Verbands (SHV) in seiner Medienmitteilung schreibt, habe die Analyse des Trainer-Staffs sowie der leitenden Personen beim SHV zur erfolgreichen EM 2026 gezeigt, «dass rund um das Nationalteam in mehreren Bereichen weiter investiert werden sollen und man sich so gezielt weiter verbessern will». Neben Massnahmen in den Bereichen Athletik und mentaler Unterstützung für die Nationalspieler gehört auch das Doppelmandat des Nationaltrainers zu diesen Massnahmen. Der SHV ist überzeugt, dass zusätzliche tägliche Trainings- und Coaching-Erfahrungen auf Klubstufe einen Mehrwert für das Nationalteam und mit Blick auf die Heim-Euro 2028 für den gesamten Schweizer Handball schaffen. Andy Schmid bleibt in seiner Funktion und Verantwortung beim SHV unverändert hauptberuflich Nationaltrainer des Schweizer Männer-Nationalteams. Seine Aufgaben beim Verband, insbesondere in den Nationalmannschaftswochen, sowie wöchentlich im Bereich der Männer Akademie im OYM, in der Spielerbetreuung und in der Weiterentwicklung des Leistungssports auf Verbandsebene, bleiben bestehen. Dazu SHV-Präsident Pascal Jenny: «Wir entscheiden in dieser Frage nicht aus Sicht eines einzelnen Klubs, sondern ausschliesslich im Interesse des Schweizer Handballs. Die Heim-Euro 2028 ist ein strategisches Ziel für unseren Verband. Wir sind überzeugt, dass zusätzliche Erfahrung unseres Nationaltrainers dem Schweizer Handball hilft. Darum ermöglichen wir diesen Weg, nachdem wir ihn offen, sauber und mit klaren Regeln geprüft haben.»

Auch andere Nationalen setzen auf Doppelmandat
Vor allem für jüngere Nationaltrainer, welche mehr als nur fünf bis sechs Wochen pro Jahr mit einem Team in der Halle und an der Seitenlinie arbeiten wollen, ist das Doppelmandat, welches zudem auch die Verbände finanziell entlastet und sportlich einen Mehrwert bringt, die passende Lösung. So wirkt aktuell auch in manchen anderen Ländern wie in Slowenien, Nordmazedonien und ab kommender Saison in Serbien, bei einem Klub desselben Verbands. Und weiter hat in Frankreich, Schweden, Ägypten, oder Österreich der Nationaltrainer ein Doppelmandat mit einem Klub-Engagement. Klar definierte Regeln, zwischen Verband, Trainer und dem HC Kriens-Luzern, welche auch allen QHL-Vereinen bekannt gemacht wurden, helfen dabei im täglichen Wirken. Zur neuen Situation lässt sich Nationaltrainer Andy Schmid wie folgt zitieren: «Das Nationalteam und die Euro im eigenen Land haben für mich klare Priorität. Gleichzeitig freue ich mich auf den Alltag im Klub, auf viele sportliche Momente, welche mich als Person und Trainer weiterbringen werden. Meine Werte werden mir helfen, beide Rollen mit Leidenschaft, Freude und grossem Ehrgeiz anzugehen.»
Thomas Zimmermann mit neuer Situation
Um eine Machtkonzentration zu vermeiden, kann Thomas Zimmermann, derzeit Assistent im Schweizer Nationalteam und bis Ende der laufenden Saison Cheftrainer bei Kriens-Luzern, ab Sommer nicht gleichzeitig in der Nationalmannschaft und beispielsweise als Assistenztrainer des HC Kriens-Luzern fungieren. Ob er sich für eine der beiden Rollen entscheidet, ist derzeit noch offen.

Gewinn für den Schweizer Handball
Durch die tägliche Arbeit als Klubtrainer, wird sich Schmid weiterentwickeln und neue Erfahrungen machen, welche sich auch positiv auf seinen Job als Nationalmannschaftscoach auswirken werden, mit Blick auf die anstehende Heim-Euro 2028 ein ganz wichtiger Faktor und die Liga profitiert vom «Magnet» Andy Schmid und dem sich anbahnenden neuen Zweikampf auf Augenhöhe um den Meistertitel zwischen den Kadetten Schaffhausen und Kriens-Luzern.
Bild: Foto Wagner




















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