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Fika - die Kaffeepause


Sie sind zuweilen ohrenbetäubend, die lauten Bässe des DJ's in der Göteborger Scandinavium-Halle oder die überdrehten Ansagen des Speakers. Wenn die Schweden spielen, lässt auch das Publikum den Geräuschpegel stark nach oben ausschlagen. Wer von alledem etwas Abstand braucht und auch dem geschäftigen Treiben im Zentrum Göteborgs für kurze Zeit entfliehen will, findet rund 20 Gehminuten entfernt im Stadtteil Haga einen gemütlichen Rückzugsort für eine "fika", wie die beliebte Kaffeepause in Schweden heisst.

Haga war vor über 350 Jahren als erste Vorstadt Göteborgs angelegt worden. Es ist bekannt für den speziellen Bau der Häuser, das sogenannte landshövdingehus besteht unten aus Stein und oben aus Holz. Vor allem aber hat sich hier das Café Husaren einen besonderen Ruf gemacht – und zwar mit den grössten Zimtschnecken des Landes, wenn nicht gar der ganzen Welt. "Hagabullen" heissen sie und wer ein Stück auf dem Teller hat, stellt fest: Die feine Kalorienbombe reicht locker als Dessert für vier Personen. Angeblich basiert ihre Entstehung auf einer Anordnung der Regierung, die nach dem zweiten Weltkrieg etwas gegen den ausgehungerten Eindruck der Bevölkerung tun wollte und darum die Bäckereien zur Produktion von süssem Brot anwies.

Wer also von einer sportlichen Schlacht in der Handballhalle ausgezehrt ist, dem sei als Therapie ein Besuch im Café Husaren verschrieben: "Kom in på en fika". Komm rein für eine Kaffeepause – und probier das schwedische Nationalgebäck.

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