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Mentale Gesundheit

Schweizer Spitzensportler:innen beurteilen ihre psychische Gesundheit grossmehrheitlich als gut. Jedoch berichtet eine von sechs befragten Personen von depressiven Symptomen in einer repräsentative Studie der Eidgenössischen Hochschule für Sport Magglingen.


In den letzten Jahren haben verschiedentlich weltbekannte Athletinnen und Athleten offen über psychische Probleme gesprochen und damit die Aufmerksamkeit auf das Thema psychische Gesundheit im Spitzensport gelenkt. Eine neue, repräsentative Studie der Eidgenössischen Hochschule für Sport Magglingen gibt nun verlässliche Einblicke. Studienleiter Philipp Röthlin, Wissenschaftler und Sportpsychologe, hat die Antworten von rund 1000 Athletinnen und Athleten (ab 16 Jahren) ausgewertet, die über eine Swiss Olympic Card verfügen. Die Stichprobe ist repräsentativ für den Schweizer Leistungssport.


Depressionen und Angstzustände: Die Studie stellt fest, dass eine von sechs befragten Personen mittlere bis schwere Symptome einer Depression aufweist, jede zehnte Person berichtet über mittlere bis schwere Angstsymptome. Belastende Verletzungen: Fast jede dritte verletze Person berichtet von mittleren bis schweren Depressionssymptomen. Bei Personen aus Einzelsportarten sowie aus Sportarten, in denen ein tiefer Körperfettanteil eine Rolle spielen kann, ist die psychische Belastung etwas höher. Umfeld und Wohlbefinden: Mentale Gesundheit beinhaltet nicht nur die Abwesenheit von Symptomen psychischer Krankheiten, sondern auch das Vorhandensein von Wohlbefinden. Hier spielt das Umfeld, etwa Trainer oder Verbände, eine wichtige Rolle spielt im Hinblick auf die psychische Gesundheit. Wer sich in einem Umfeld bewegt, welches das Erleben der psychischen Grundbedürfnisse nach Autonomie, Kompetenz und sozialem Anschluss erlaubt, berichtet über mehr Wohlbefinden und weniger psychische Belastung. Unterstützung der Verbände: Noch nicht untersucht wurden bislang die Bemühungen von Schweizer Verbänden zur Unterstützung oder Förderung der psychischen Gesundheit von Athletinnen und Athleten, welche in einer zweiten Studie im Jahr 2023 erhoben werden. Beide Studien sind Teil eines sechsteiligen Projekts im Rahmen des Schweizerischen Nationalfonds zur mentalen Gesundheit im Schweizer Sportsystem.

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