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Niklas Landin hält im Final überragend - Mikkel Hansen erneut WM-MVP Björn Pazen


Niklas Landin kennt sich mittlerweile bestens damit aus, der dänische Torhüter ist es gewohnt, am Ende eines Turniers Trophäen in die Luft zu reissen. So geschehen am 29. Dezember in Köln, als er nach einer überragenden Partie als Kapitän des THW Kiel erstmals die Champions League gewann. Und am Sonntag war es wieder Niklas Landin, der als Kapitän der Dänen nach einem herausragenden Finale die WM-Trophäe aus den Händen von IHF-Präsident Hassan Moustafa erhielt. 15 Würfe der unterlegenen Schweden hatte Landin pariert und hat damit riesigen Anteil am zweiten Weltmeistertitel der Dänen nach 2019.


Die wichtigste Parade des Finales gegen Schweden war ein parierter Siebenmeter gegen Hampus Wanne beim Spielstand von 25:23, dem ausgerechnet Niklas‘ Bruder Magnus Landin das alles entscheidende 26:23 folgen liess. Die Partie war gelaufen, Schweden gelang zwar noch der Anschlusstreffer zum 24:26 - aber der Titel ging erneut an Dänemark, das somit seine unglaubliche Serie fortsetzte: Seit der Achtelfinal-Niederlage gegen Ungarn in Paris 2017 haben die Dänen alle 19 WM-Spiele in Folge gewonnen, wurden somit 2019 und 2021 verlustpunktfreier Weltmeister.


Und nun erneut den Olympiasieg

«Ich bin unglaublich stolz auf meine Mannschaft, denn das war ein hartes Spiel und ein hartes Turnier. Vor allem aber muss ich heute einen Spieler loben, Torwart Niklas Landin, erst seine Paraden haben diesen Erfolg möglich gemacht», sagte der dänische Trainer Nikolaj Jacobsen, der für den Sommer gleich den nächsten Streich ankündigte: «Nachdem wir nun den WM-Titel verteidigt haben, wollen wir in Tokio auch unseren Olympiasieg von 2016 wiederholen.»


Mit Turnier-MVP Mikkel Hansen, der zum vierten Mal nach 2011, 2015 und 2019 zum besten Spieler bei einer Weltmeisterschaft gekürt wurde, sowie dem jungen Linkshänder Mathias Gidsel (GOG/bester rechter Rückraum) stellten die Dänen auch zwei All-Star-Team-Spieler - aber insgesamt hatten die Dänen im Finale mit den Schweden mehr Arbeit als gedacht, vor allem vor der Pause.


Als Hampus Wanne auf 12:10 vorlegte, konnten die Schweden auf den ersten WM-Titel seit 1999 hoffen - den sie seinerzeit ebenfalls in Kairo gewonnen hatten. Weil auch All-Star-Team-Torwart Andreas Palicka (bei den Rhein-Neckar Löwen Teamkamerad von Andy Schmid) stark hielt, stand zur Pause ein 13:13, das 20:20 war allerdings dann der letzte ausgeglichene Spielstand - denn nun hielt Landin fast alles, und im dänischen Angriff wirbelten Mikkel Hansen, Jacob Holm und Nicolaj Oris die Schweden durcheinander.


WM 2023 in Polen und Schweden

«Wir haben viel mehr erreicht, als viele uns zugetraut hatten. Wir haben eine ganz junge Mannschaft, deren Ziel es nun ist, bei der Heim-Weltmeisterschaft 2023 erneut um den Titel zu spielen», sagte Glenn Solberg, der norwegische Trainer der Schweden: «Solche Spieler wie Mikkel Hansen und Niklas Landin haben eben die Gabe ein Spiel alleine zu entscheiden, die waren wieder überragend.»


2023 ist auch Dänemark dabei, das in Schweden und Polen ausgespielt wird, denn als Weltmeister ist das Team um Niklas Landin direkt qualifiziert. Die übrigen Tickets für die europäischen Starter werden zunächst bei der EHF EURO 2022 sowie in den darauffolgenden dann WM-Play-offs ausgespielt.


Zuvor hatte sich Spanien die zweite Bronzemedaille bei einer WM nach 2011 gesichert. 16 Paraden von Torwart Rodrigo Corrales sowie 14 Treffer der Dujshebaev-Brüder Alex (8) und Dani (6) waren die Schlüssel zum 35:29 gegen Rekord-Weltmeister Frankreich, das damit erstmals seit 2013 keine WM-Medaille gewann.



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