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«Ich muss noch die Zeitstrafe in Zug absitzen»

October 25, 2016

 

Soka Smitran ist zurück in der SPAR Premium League. Die einstige Topscorerin kehrt nach einem Jahr Abstinenz in die höchste Spielklasse zurück und will im Trikot des LK Zug nochmal richtig angreifen. Handballworld hat nach dem Saisonstart mit der Kreisläuferin gesprochen.

 

Nach einem Jahr Auszeit bist du zurück in der SPAR Premium League. Wie ist es dazu gekommen, dass du nun wieder in der höchsten Frauenliga mitspielst?

Das habe ich Peter Stutz zu verdanken. Ich rechnete nicht damit, dass ich nochmals in der SPL zu sehen sein werde und es brauchte einige Gespräche mit ihm und meinem engsten Umfeld. Schlussendlich gewann die Menschlichkeit, denn Peter Stutz versuchte mich bereits in jungen Jahren nach Zug zu locken. Auch während meiner Zeit im Ausland hatten wir immer wieder Kontakt miteinander und er gab bis zum Schluss nicht auf. Jetzt hat es endlich geklappt.

 

Eine erfolgreiche Karriere mit einer Verletzung zu beenden war sicherlich auch keine Option für dich.

Stimmt genau. Klar neigt sich meine aktive Handballzeit dem Ende entgegen aber ich hatte schon auch den Wunsch dem Sport zu danken und auf sportliche Weise abzutreten. Ausserdem hatte ich immer noch 70 Sekunden von einer Zwei-Minuten-Strafe aus damaligen Play-off Final zwischen Zug und Spono, die ich unbedingt noch absitzen musste.

 

Was hast du sportlich zwischen der Zeit bei Spono und dem jetzigen Engagement beim LK Zug gemacht?

Ich litt bei Spono unter starken Schmerzen im linken Knie, deshalb wich ich jeglichen Übungen und Sportarten aus, welche mein Knie belasteten. Ich pausierte 15 Monate lang. Danach ging es erstaunlich schnell und ich fühlte mich wieder fit - als hätte ich nie pausiert.  

 

Mit 33 Jahren bist du die älteste Spielerin in einem Zuger Kader, das sehr jung ist. Worin liegen deine Aufgaben beim LKZ?

Ja, ich kann es beim besten Willen nicht abstreiten, dass ich die älteste Spielerin im Team bin (lacht). Meine Aufgaben sind vorne Tore zu schiessen und auf der anderen Seite Tore zu verhindern. Ausserdem möchte ich das junge Team führen und bei der Entwicklung der Spielerinnen mit meiner Erfahrung mithelfen.

 

Könnt ihr mit dem jungen Team einen Titel gewinnen?

Sofern alle gesund bleiben ist das auf jeden Fall möglich. Ein junges Team zu haben bedeutet nicht immer zwingend ein Leistungsgefälle und ich sorge ja mit meinem Alter dafür, den Altersdurchschnitt über Wasser zu halten. Die deutsche Nationalmannschaft im Herrenhandball gewann die EM als jüngste Turniermannschaft. Also warum soll uns nicht auch ein Exploit gelingen.

 

Palmares: Zweifache Schweizer Meisterin, zweifache Cupsiegerin in Frankreich, je einmal Cupsiegerin in der Schweiz und Dänemark, Topscorerin der SPL in 2013/14.

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