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Underdog gegen grossen Favoriten

September 29, 2016

Ab Freitag starten die Partien im 1/16-Final des Schweizer Cups mit Fernziel Final4 in Olten. Mit dabei sind auch acht Teams aus der SHL. Doch einige unterklassige Vereine machen sich – wohl zu Recht – Hoffnungen auf die nächste Runde. Zum ersten Mal mit dabei sind auch die Teams aus dem Oberhaus – jedenfalls fast alle. Ab dieser Saison haben der Schweizer Meister und der Cupsieger noch ein Freilos. Weil die Kadetten aus Schaffhausen das Double holten, sind weder die Orangen aus der Munotstadt noch die Berner Oberländer von Wacker Thun dabei.

 

 

Einige Überraschungen

In der letzten Runde gab es schon einige nicht gerade sensationelle, aber doch sehr überraschende Resultate. So setzte sich Wohlen gegen den NLB-Verein aus Winterthur durch. Und das souverän und verdient. Für ein Ausrufezeichen sorgte sicherlich der HC Küsnacht, aus der 3. Liga! Doch wenn man sich die Kaderliste anschaut, wird die Überraschung schnell etwas kleiner: Mit Besfort Biljali (Suhr und Endingen), Kay Egger (GC/Amicitia) sowie Simon Maurer haben sie einige gestandene NLA-Spieler in ihren Reihen. Doch damit nicht genug: Mit Ex-Nationalspieler David Parolo, dem acht Treffer gelangen, haben sie einen exzellenten Spielermacher, der noch moralisch und auf dem Feld durch seinen Bruder Simon Parolo unterstützt wird. In der nächsten Runde trifft Küsnacht auf den aargauischen 2.-Ligisten aus Frick. Wohl eine machbare Aufgabe und dann könnten Parolo und Co. das grosse Los ziehen.

 

«Motivieren muss ich niemanden»

Das hat in dieser Runde bereits die SG Lägern aus Wettingen. Sie empfangen am Samstag, 1. Oktober im heimischen Sportzentrum Tägerhard den Traditionsverein St. Otmar St. Gallen. Speziell motivieren muss Trainer Patrick Brunner für dieses Duell sicherlich keinen seiner Akteure: «Der Gegner alleine ist eine grosse Motivation für uns», versichert er. «Wir haben zwei Runden im Cup überstanden und das ist die Belohnung für uns. Wir werden versuchen mitzuhalten und Freude zu zeigen», erklärt Brunner, der sich früher bei Endingen und GC mit seiner Urgewalt am Kreis durch setzte. «Und wir werden versuchen, auch etwas Freude zu haben. Wir dürfen uns nicht einschüchtern lassen. Dass sie besser sind als wie, das wissen wir. Also haben wir absolut nichts zu verlieren», weiss Brunner aus seiner jahrelangen Erfahrung als Spieler und Trainer.

 

Junge Truppe plus Eggenschwiler

Der langjährige Surbtaler hat eine sehr junge Mannschaft – verstärkt mit einem ehemaligen Nationalspieler: Marco Eggenschwiler spielte jahrelang beim damaligen TV Suhr, danach bei Endingen. Aber auch beim TSV St. Otmar St. Gallen. Von 2006 bis 2008 während zwei Saison. Er ist im Hauptberuf als Pilot unterwegs – und viel unterwegs. Deshalb ist er auch nur selten im Training dabei. Und auch längst nicht bei allen Spielen. Aber am Samstag gegen seinen ehemaligen Verein klappt es vielleicht. «Er spiel nur ab und zu. Aber mit seiner grossen Erfahrung nehme ich ihn gerne in unser junges Kader», freut sich auch sein Trainer. Im «Nebenberuf» ist der 36-fache Nationalspieler Eggenschwiler noch Sportchef beim TV Endingen. Und wenn es der Zeit- und Flugplan zulässt, dann spielt er auch noch bei Lägern. Zuerst kommt es am Donnerstag, 29. September noch zum Aufeinandertreffen in der Meisterschaft mit einem anderen Verein, der eine Überraschung im Cup schaffte: Lägern empfängt Wohlen, welches mit Andreas Stierli und Stefan Sprenger im Rückraum sowie Adrian Studerus auf dem Flügel ebenfalls über reichlich Nationalliga-Erfahrung verfügen. Danach wollen sowohl Lägern als auch Wohlen die nächste Überraschung im Cup schaffen.

 

 

Schweizer Cup Männer, Sechzehntelfinals

HC Kriens-Luzern – BSV Bern Muri  (NLA-Duell)

RTV 1879 Basel – HSC Suhr Aarau  (NAL-Duell)

HC Küsnacht (3.) – TSV Frick (2.)

SC Frauenfeld (1.) – TV Solothurn (NLB)

SG Lägern Wettingen (1.) – TSV St. Otmar St. Gallen

HSC Kreuzlingen (1.) – Lakers Stäfa (NLB)

SV Fides St. Gallen (1.) – TV Muri (1.)

HSG Siggenthal/Vom Stein Baden (NLB) – TSV Fortitudo Gossau

Handball Wohlen (1.) – HC Wädenswil (NLB)

SG Pilatus (1.) – TV Endingen (NLB)

TV Möhlin (NLB) – Pfadi Winterthur

SG GS/Kadetten Espoirs SH (NLB) – GC Amicitia Zürich

Handball Brugg (2.) – SG Horgen (NLB)

KTV Muotathal (1.) – HC KTV Altdorf (NLB)

 

Text und Bild: Alexander Wagner

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